Cloud Computing Teil 2

Gastbeitrag von hanseConcept

Heute folgt der zweite Teil unseres Gastbeitrags von hanseConcept. Letzte Woche ging es um die Grundlagen von Cloudsystemen und Cloud Computing im Alltag. Tatsächlich finden sich Clouds in unserem Alltag und vor allem im Berufsleben viel häufiger als man zunächst vermuten mag. Nun erfahren wir mehr über die Vor- und Nachteile von Clouds und werden einen Einblick in die Zukunft der Cloud Technologien erhalten.

Wenn euch der Anfang zu unserem heutigen Beitrag fehlt, dann schaut euch nochmal unseren Artikel von letzter Woche. Dort werden zum Beispiel die Grundlagen von Cloud Computing und der Aufbau einer Cloud erklärt.

4. Wozu braucht es Cloudsysteme? – Vor- und Nachteile des Cloud Computing

Der große Vorteil von Cloudsystemen ist, dass Kund:innen sich keine Gedanken um die nötige Infrastruktur machen müssen und dass die Ressourcen und Services der Cloud standortunabhängig zur Verfügung stehen. Man könnte das ein wenig mit einem Mietwagen oder auch einem Hotelzimmer vergleichen. Die Nutzer:in bezahlt lediglich für die Nutzung. Um Reinigung, Wartung und Instandhaltung muss sich jedoch nicht gekümmert werden. Dies liegt in der Verantwortung der Vermieter:in.

Einer der vielen Vorteile von Clouds ist, dass Daten ortsunabhängig gespeichert werden können, und so Menschen zu verschiedensten Zeitpunkten und von verschiedensten Orten auf diese Daten zugreifen können. Für Firmen bedeutet dies mehr Produktivität in der Teamarbeit insbesondere bei dezentralen Teamstrukturen.

Des Weiteren ergeben sich Vorteile durch eine teilweise gezielte Kostenersparnis. Wenn sich Unternehmen für eine Cloudlösung zur Datensicherung entscheiden, können sich dadurch die Anschaffungskosten für die ansonsten notwendige Hardware reduzieren. In diesem Zusammenhang lassen sich nicht nur die Anschaffungskosten der Gerätschaften sparen, sondern auch die laufenden Kosten für Lizenzen und den Betrieb der nicht mehr notwenigen Hardware.

Zu den Nachteilen gehört, dass die Verantwortung für Großteile der eigenen IT-Struktur an Externe abgegeben werden muss. So sind dann Firmendaten, teils hochsensibel, in fremden Rechenzentren gespeichert. Zusätzlich steigen aber ggf. die monatlichen Ausgaben für das Abo-Modell von Clouds. Durch die oben genannten Faktoren können bei einer Cloud Nutzung zwar die Kosten für den Eigenbetrieb der Systeme gespart werden, jedoch müssen die monatlichen Ausgaben für das Abonnement dagegen abgewogen werden. So ist die ökonomische Frage „Buy-or-Make?“ im Einzelfall zu klären. Für den Zugriff auf die gespeicherten Daten ist außerdem immer eine konstante und performante Internetanbindung von Nöten.

Nicht zuletzt muss bedacht werden, dass sich eine Abhängigkeit zum ausgewählten IT-Dienstleister ergibt. Sollte der Wunsch zum sofortigen Anbieterwechsel bestehen, ist hier die Flexibilität zunächst eingeschränkt.

5. Wie kann man als Nutzer:in seine Daten schützen?

Zu einem Cloudservice gehört in der Regel auch ein effektives Sicherungssystem für die angebotenen Daten und Services, sodass sich die Nutzer:in erstmal keine großen Gedanken um die Sicherheit seiner Daten machen muss. Natürlich ist dies abhängig davon, was in den Geschäftsbedingungen des Cloud Anbieters steht. Hier sollte man sich entsprechend informieren. Als private Nutzer:in, die ihre Dokumente und Bilder in einer Cloud verwaltet, ist es aber sicherlich keine schlechte Idee, ein Backup ihrer in der Cloud gespeicherten Daten anzufertigen. Zum Beispiel auf einer externen Festplatte.

6. Wenn Cloudsysteme die aktuelle Lösung sind, wie sieht dann die Zukunft aus?

Die Frage ist schwer zu beantworten. Zum einen umfasst der Begriff Cloudsysteme eine große Bandbreite an Funktionen und zum anderen gibt es auch immer noch Anwendungsfälle, die eine Cloudnutzung ausschließen. Man kann aber getrost sagen, dass Cloudsysteme auch in der Zukunft immer mehr an Gewicht gewinnen werden, zumal die Cloud-Anbieter ihre Dienste permanent weiterentwickeln.

Gemäß Gartner Hype Cycle und unserer Einschätzung werden folgende Cloud Trends in den nächsten 2-5 Jahre relevant bzw. an Relevanz gewinnen:

Desktop as a Service (Daas)

DaaS ermöglicht es Unternehmen über eine Rechnerwolke ihre Arbeitnehmer:innen auf einen Desktop zugreifen zu lassen, ohne ein dediziertes Endgerät dafür zu benötigen. Dediziert bedeutet in diesem Zusamenhang der Arbeiter:in zugeschrieben. Man loggt sich quasi über einen Anbieter und einen Internetzugang ein, und nutzt dann webbasiert seinen PC, wie man es sonst im Büro oder zuhause mit einem Laptop tun würde.

Cloud UC (Unified Communication)

Bei Cloud UC handelt es sich, simpel erklärt, um eine Telefonanlage aus der Cloud. Dabei können Firmen diesen Service nutzen, wenn mehr als das klassische Telefonieren benötigt wird. Beispielsweise kann man über Cloud UC Bildschirme teilen, Chat Funktionen nutzen und Videokonferenzen führen.

Disaster Recovery as a Service (DR)

Bei dieser Art von Service werden Daten als Backup in einer Cloud gespeichert, um sie so vor physischen Gefahren zu schützen. Dabei können die Backups von einfachen Informationen bis hin zu ganzen Applikationen in der Cloud wiederhergestellt werden, sollte es auf dem physischen Speichermedium zum Schaden gekommen sein.

Identity as a Service (IDaaS)

Hinter IDaas verbirgt sich die zentrale Identitätsverwaltung in der Cloud z.B. durch Azure AD. Um Identitäten zu prüfen, braucht es Authentifizierungsmechanismen, die von einem Cloudanbieter zentral bereitgestellt werden. Authentifizierungsmechanismen begegnen einem häufig bei Beantragung von Kreditkarten bei einer online Bank z.B., bei Abschluss von Telefonverträge und  bspw. auch beim Anmelden auf Reiseportalen wie AirBnB.

Zerostrust – Security Konzepte für den Zugriff auf Firmendaten

Als „Zero Trust“ auf Deutsch „Null Vertrauen“ bezeichnet man das IT-Sicherheitsprinzip „Vertraue niemandem, verifiziere jeden“. Dabei wird keiner Akteur:in, die auf Ressourcen zugreifen möchte, vertraut. Jeder einzelne Zugriff erfordert eine Authentifizierung, die wiederum vom Cloudanbieter als gesamtheitliche Lösung angeboten werden.

Unser Kooperationspartner hanseConcept

hanseConcept entwickelt digitale Zukunftsmodelle für den Mittelstand. Als unabhängiges, inhabergeführtes Unternehmen mit Sitz in Hamburg erbringen sie seit 1997 IT-Dienstleistungen für kleine, mittlere und große Unternehmen. Ihr Motto lautet dabei: „Wir passen nicht unsere Kunden der Technik an, sondern wir passen die Technik an Unternehmen und Erfordernisse an.“ 

hanseConcepts Kultur ist geprägt von einem offenen „Miteinander-was-erreichen-wollen“ und sie bieten einzigartige Perspektiven für deine Zukunft in einer der spannendsten und einflussreichsten Branchen der Gegenwart.

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